Pfote für Franzi

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Michael's Projekt zieht um

Das Projekt "Ajutor pentru Maidanezi" war lange Jahre auf einem Grundstück in einem kleinen Dorf in der Nähe von Pisteti ansässig. Dann gab es immer mehr Probleme mit den Nachbarn, mit Behörden, dem Veterinäramt, usw. Die Liste schien unendlich zu sein. Bis es zu einem Ultimatum seitens des Veterinäramtes kam, das Grundstück müsse binnen 30 Tagen geräumt sein. Man fügte sich, aus Angst, den Hunden könnte etwas angetan werden. Es wurden zwar keine Drohungen ausgesprochen, dennoch wollte man die Provokation meiden und so schnell wie möglich den Grund wechseln.

Ein neues Grundstück war schnell gefunden - einen knappen Hektar groß und somit genug Fläche etwas Vernünftiges aufzubauen. Leider ist es in Rumänien für Ausländer immer noch sehr schwierig, einfach so ein Grundstück zu kaufen. So kam es, dass der vertrauenwürdige Mitarbeiter von Herrn Schmorenz das Grundstück kaufte und mit ihm ein Pachtvertrag über 99 Jahre abgeschlossen wurde.

Nun konnten also die Arbeiten beginnen...

Es gab zwei ältere Gebäude auf diesem Grundstück, auf die man ein "neues" Haus baute. Dies wurde (durch die zwei schon bestehenden Gebäude) ohne Fundament und im Trockenbau gefertigt - innen Rigips und aussen OSB, also Holz. Holzbauten ohne Fundament sind in Rumänien in jeder Größe nicht genehmigungspflichtig, somit gab es keine Verzögerungen durch die Behörden.

Herr Schmorenz lebt dort auf ca. 50 m2 Wohnfläche, mit großem Wohnzimmer, offener Küche, Duschbad sowie Schlafzimmer. Fließendes Wasser wird aus einem Brunnen mittels Hauswasserwerk gefördert, das Abwasser läuft in eine Sickergrube. Strom ist am Haus, Telefon gibt es nicht und die Internetverbindung ist schwer vom Wetter abhängig. Oft gibt es stunden- oder tagelang keinen Strom und auch kein Internet, das ist eben Rumänien.

Das Gelände wurde eingezäunt und es wurden großzügige Gehege gebaut. Es gibt jetzt zwei große Gehege mit 36 m2 und vier kleinere mit 16 m2. Drei von denen sind mit jeweils 120 - 200 m2 Ausläufen, die für die Hunde ständig erreichbar sind.

Der Umzug war dann ein neues Abenteuer... Es galt sowohl erwachsene Hunde und Welpen als auch ängstliche und zutrauliche Hunde auf eine Autofahrt zu schicken, die eine knappe Stunde dauern sollte. Die Welpen und Junghunde wurden in mit Decken ausgelegten Autos transportiert, die ganz kleinen in Transportboxen und einige der "älteren Herrschaften" kannten das Autofahren und stiegen bereitwillig ein. Vier sehr scheue Hunde, die auch Fremde so gar nicht mögen, sind erst mal auf dem alten Grundstück geblieben. Sie wurden von Nachbarn versorgt und zogen erst dann um, als die Hauptarbeiten soweit erledigt waren.

Jetzt läuft der Alltag so vor sich hin, es gibt immer wieder das ein oder andere Problem zu bewältigen, und doch ist stets der Gedanke da, dass noch so viel zu tun ist. Eine Quarantänestation muß noch gebaut werden, die Krankenstation ist noch nicht ganz fertiggestellt, Wege auf dem Grundstück müssen angelegt werden, da es bei Regen sehr matschig wird. Die Gehege haben noch keine Kanalisation und müssen ständig aktualisiert werden, d. h., ständig gibt es irgendwelche Veränderungen, Verbesserungen, Renovierungen....

Die Arbeit nimmt nicht ab und es ist noch lange nicht alles fertig!

Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden, mit Geschichten rund um die Geschehnisse bei Herrn Schmorenz, mit Bildern von Bauarbeiten (die sicher im Frühjahr weitergehen werden) und natürlich mit immer wieder neuen Hunden, die auf ein neues Zuhause warten...

Wenn Sie uns gerne unterstützen möchten und sich an der Fertigstellung der Krankenstation, der Quaratänestation oder anderen nötigen Arbeiten beteiligen wollen, so erfahren Sie unter dem Navigationspunkt "Wie kann ich helfen?" welche Möglichkeiten Sie haben, uns unter die Arme zu greifen - nicht nur finanziell...

Vielen Dank für Ihr Interesse!

Ihr Streunerhoffnung-Team