Unser Projekt in Rumänien
Vor über 10 Jahren wurde ein einzelner Deutscher auf das Leid der Straßenhunde und Streuner in Rumänien aufmerksam und begann, den Hunden dort zu helfen.
Zunächst immer noch von Deutschland aus, mit sporadischen Besuchen Rumäniens.
Damals wusste er noch nicht, dass er in wenigen Jahren in Rumänien sesshaft werden würde und nur noch alle drei bis vier Wochen in die Heimat zurückkehren würde.
Es ging ihm hauptsächlich darum,
den Ärmsten unter den Hunden zu helfen - den Welpen. Diese sind oft ohne Mutter und völlig schutzlos, sie werden
ausgesetzt oder gar weggeworfen.
So sterben sie in Massen auf den Straßen Rumäniens und die Bevölkerung schaut weg, denn der Hund als Lebewesen ist dort nichts wert.
Sie aufzunehmen und zu pflegen, zu versorgen und aufzupäppeln, ein schönes und liebevolles Zuhause zu finden, das ist sein Ziel.
Er zog dann ganz nach Rumänien und beherbergt seither auf seinem Grundstück immer etwa 50 oder 60 Welpen und Hunde, für die dann ein Zuhause in Österreich
oder Deutschland gesucht wird.
Manchmal sind es auch mehr Hunde, es waren schon um die 100 - diese Menge jedoch wird unübersichtlich und es bleibt keine Zeit mehr für den Einzelnen. Deshalb versucht er, die Anzahl überschaubar zu halten und hat so die Möglichkeit sich wirklich liebevoll um alle Schützlinge zu kümmern.
Ein gewisses Umdenken der Menschen in seiner Umgebung gab es bereits: Viele Menschen bringen ihm Welpen, die sie nicht wollen, anstatt sie zu töten,
auszusetzen oder zu entsorgen. Oft wird dann auch das Angebot, die Hündin kastrieren zu lassen, gern angenommen.
Wildlebende erwachsene Hunde, die entsprechend zutraulich zum Menschen sind, werden kastriert und wenn möglich ebenfalls vermittelt. Sind die Hunde scheu und ängstlich oder gar aggressiv, werden sie eingefangen, kastriert und an einem verkehrsberuhigten Ort wieder ausgesetzt.
Hunde, die auf der Straße ein gutes Leben leben können, wohlgenährt sind und offensichtlich nicht gequält werden, die eine gewisse Bindung zu Menschen in ihrer Nähe haben, aber doch niemandem gehören, werden kastriert und wieder dorthin zurückgebracht.
Hunde wiederum, die wild leben aber denen es offensichtlich nicht gut geht,
werden wenn nötig tierärztlich versorgt und regelmäßig gefüttert.
Ausgewachsene Hunde werden allerdings nur selten aufgenommen, da die Hunde in Großrudeln leben und die Integration nicht immer gewährleistet werden kann. Eine Ausnahme sind tragende oder säugende Hündinnen, diese werden mit allem versorgt, was nötig ist, später kastriert und ebenfalls vermittelt.
Aus all dem gründete sich das Projekt "Ajutor pentru Maidanezi", zu deutsch "Hilfe für Streuner". Es geht nicht nur um die Aufnahme und Versorgung der
Welpen, sondern auch um deren Vermittlung. Es werden außerdem Kastrationsprojekte durchgeführt, um neues Welpenelend zu verhindern, sowie immer und immer
wieder Aufklärungsarbeit, die einfach groß geschrieben werden muß in einem Land wie Rumänien.
Auch die Zusammenarbeit mit einigen rumänischen Tierschützern ist ein wichtiger Bestandteil. Sie bitten immer wieder um Hilfe, da sie wissen, dass es den Hunden - die sie teilweise über Wochen heimlich in Parks versorgt haben - in Österreich oder Deutschland einfach besser gehen wird.
Ohne Hilfe aber kann das Projekt nicht funktionieren. Freunde und Vereine in Österreich und Deutschland helfen mit, dass das Projekt am Leben erhalten werden kann. Sei es durch finanzielle Hilfe, tatkräftige Mithilfe oder einfach nur mal durch ein offenes Ohr für die Sorgen im Projekt - jede Hilfe ist willkommen!